Der Q5 glänzte stets mit Premium-Flair, ohne abgehoben zu wirken: schick genug, um Eindruck zu machen, aber keinesfalls eitel. Ein stilvoller Allrounder im robust anmutenden Blechkleid – genau das machte ihn zum Millionenseller. Seinen Charme hat der Q5 in der dritten Generation ein Stück weit abgestreift. Entkernt und sichtlich gestrafft steht der Neue nun da. Weniger Bulldozer, mehr Dynamiker. An der Fahrzeugfront leuchten nun 15 separat dimmbare LED-Segmente, die dem SUV ein charakteristisches Gesicht verleihen und ihn auch im Rückspiegel unverwechselbar machen sollen.
Audi Q5 Sportback TFSI Quattro (2025)

Mehr Platz im Fond des neuen Audi Q5
Selbstverständlich ist die neue Modellgeneration, produziert in San José Chiapa, Mexiko, gewachsen: Mit 4,72 Metern Länge, 1,90 Metern Breite und 1,65 Metern Höhe sind jedoch nur wenige Zentimeter hinzugekommen – gut so, denn die Straßen werden demnächst kaum breiter. Für die Passagiere im Fond sorgt der Radstand von 2,82 Metern für klassenübliche Platzverhältnisse. Dort sitzt es sich bequem, auch auf langen Strecken. Je nachdem, ob mehr Platz für die Knie oder den Kofferraum benötigt wird, lässt sich der Stauraum durchs Verschieben der Rückbank flexibel anpassen.
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Der Kofferraum des Q5 fasst mindestens 520 Liter, bei umgeklappter Rückbank sind es bis zu 1.473 Liter – etwas weniger als die 1.520 Liter des Vorgängers. Dafür liegt die innere Ladekante nun niedriger, was das Be- und Entladen erleichtern soll. Praktisches Detail: Das Gepäckraumrollo lässt sich jetzt unter dem Ladeboden verstauen.
Krater im Konzept
Auch im Innenraum bleibt Audi seiner Linie treu – klare Linien und feine Materialien unterstreichen den Premiumanspruch. Die Vordersitze passen sich dem Rücken an wie ein Handschuh – absolut langstreckentauglich, auch dank vielfältiger Möglichkeiten. Stellenweise lassen die Ingolstädter in ihren einstigen Paradedisziplinen – Materialanmutung und Verarbeitung – eine gewisse Sparsamkeit durchblitzen. Spürbar wird das am großzügigen Einsatz harter Kunststoffflächen in der Mittelkonsole und am Lenkrad: Die einst soliden Knöpfe sind nun auf ein großes Tastenfeld geschrumpft, was den Premiumambitionen irgendwie zuwiderläuft. Mit der Abkehr von sattem Klicken und kühlem Metall am Lenkrad sind die Ingolstädter aber längst nicht alleine, sondern liegen damit – leider – voll im Trend. Das mindert den sonst souveränen Qualitätseindruck und wird vom schlicht billig wirkenden Bedienfeld in der Türverkleidung untermauert.
Auf der Technik-Seite projiziert jetzt das optionale Head-up-Display mehrere Fahrspuren ins Sichtfeld des Fahrers und bleibt dabei bestens ablesbar. Die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung hingegen leistet sich hin und wieder Patzer, immerhin wird für das System kein Aufpreis fällig. Praktisch: Per Stern-Taste am Lenkrad lässt sich die Geschwindigkeitswarnung (ISA) auf Knopfdruck stummschalten.

Beim Audi Q5 trifft Komfort auf Sportlichkeit
Szenenapplaus heimst das Fahrwerk ein. Gekonnt lässt der Premium-Bolide unterm formstarken Blech die Muskeln spielen und bügelt satt über den Asphalt. Das optional erhältliche Luftfederfahrwerk schluckt Unebenheiten bei niedrigen Geschwindigkeiten souverän, bei hohem Tempo sorgt es für eine straffe und stabile Straßenlage. Kostenpunkt: 2.000 Euro, im schnellen SQ5 gehört das adaptive Luftfahrwerk zur Serienausstattung. 11,8 Meter Wendekreis gibt es bei Standardbereifung in 18 Zoll gratis.
Zum Verkaufsstart treten der Audi Q5 und Audi Q5 Sportback mit drei Motorisierungen an. Den Einstieg in die Baureihe markiert der einzige Fronttriebler: ein 2.0-TFSI-Benziner mit 204 PS, der mit seiner laufruhigen Art überzeugt und ab 52.300 Euro (Sportback plus 2.500 Euro brutto) erhältlich ist. In Verbindung mit dem optional erhältlichen Allradantrieb (Quattro) zieht der Vierzylinder sauber durch und bleibt dabei akustisch dezent. Bei zwei Tonnen Leergewicht darf man jedoch keine Wunder erwarten – flott ist er dennoch. Die Preisliste für den Q5 mit Frontantrieb startet als 2.0 TFSI bei 52.300 Euro, Allradantrieb kostet 2.350 Euro extra, der Sportback kostet 2.500 Euro Aufpreis.
Wer mehr Durchzugskraft sucht, wird beim Q5 TDI fündig. Die Dieselvariante bietet ebenfalls 204 PS, aber ein deutlich höheres Drehmoment. Der Allradantrieb ist hier serienmäßig, der Einstiegspreis liegt bei 57.100 Euro. Auf der Langstrecke spielt der Diesel seine Stärken aus: kraftvoll im Antritt, effizient im Verbrauch, zurückhaltend im Klang. Das Topmodell der Baureihe ist der SQ5, dessen 3,0-Liter-V6-TFSI-Benziner satte 367 PS leistet. Direktes Ansprechverhalten, ein druckvoller Durchzug und ein markanter Motorsound machen ihn zur sportlichsten Q5-Variante – erhältlich ab 82.900 Euro.
Audi Q5 TFSI: MHEV serienmäßig an Bord
Alle Motoren sind an ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt und setzen serienmäßig auf Mildhybrid-Technik (MHEV plus). Eine kleine E-Maschine liefert bis zu 24 PS Extra-Power, unterstützt beim Beschleunigen und ermöglicht rein elektrisches Rangieren sowie Segeln. Im Antritt sorgt die E-Unterstützung für mehr Dynamik, an der Zapfsäule für weniger Verbrauch. Noch in diesem Jahr soll zudem ein Plug-in-Hybrid des Q5 folgen – analog wie es beim neuen Audi A5 gerade passierte.