Subaru spielt bei Flottenkunden keine Rolle und hat auch im gewerblichen Bereich keine Relevanz. Punkt. Tatsächlich beziehen rund 90 Prozent der Subaru-Käufer in Deutschland ihr Auto privat, bezahlen meistens in bar, zählen zu den treuesten und gehören zu den zufriedensten Kunden. Sie halten ihr Auto fast doppelt so lang wie der Durchschnitt und gehören zu den ältesten Autokäufern überhaupt. Wow. Subaru ist offensichtlich eine ganz besondere Marke – zumindest dann, wenn man die deutschen Subaru-Kunden als Maßstab nimmt. In den USA ist Subaru bei Outdoor-Freaks sehr beliebt. Knapp 700.000 Fahrzeuge konnten die Japaner im Wilden Westen verkaufen – im letzten Jahr. Zum Vergleich: Mercedes-Benz schaffte nicht einmal die Hälfte davon. Und in Deutschland so? 4.510 Zulassungen in 2024 und rund 400.000 seit dem Marktstart von Subaru in Deutschland im Jahr 1980. Das ist verwunderlich wenig.
Subaru Forester (2025)

Subaru-Käufer sind im Schnitt 57 Jahre alt
Auf der anderen Seite ist es aber vielleicht doch nicht verwunderlich. Denn der „durchschnittliche“ Subaru-Kunde in Deutschland behält seinen neu gekauften Subaru 11,6 Jahre und damit fast doppelt so lang, wie alle anderen privaten Autokäufer. Da im Schnitt in den letzten Jahren zwischen 12.500 bis 14.600 Kilometer (Laut DAT von 2024 bis 2019) mit einem privat zugelassenen Automobil zurückgelegt wurden, hat ein durchschnittlicher Subaru nach gut 11 Jahren wohl rund 150.000 Kilometer auf der Uhr. Bei Subaru aber wahrscheinlich sogar ein paar weniger, denn, nächste Besonderheit: Der Subaru-Kunde ist im Schnitt 57 Jahre. Ältere Kunden hat nur noch Suzuki, die übrigens auch bei den Flottenzulassungen die rote Laterne übergestülpt bekommen.
Um beim Thema „durchschnittlich“ zu bleiben: 43.530 Euro (brutto) gab der Privatkäufer 2024 im Schnitt für seinen Neuwagen aus. 2024 sank damit der Transaktionspreis erstmals überhaupt im Vergleich, und zwar um 1.100 Euro. Und jetzt kommt Subaru wieder ins Spiel, und zwar mit dem Forester der sechsten Generation. Exakt für den Preis gibt es den Subaru Forester 2.0ie Comfort. Unser Testwagen gehörte der Topausstattung Platinum an (46.150 Euro) und hatte viel Überflüssiges an Bord. Viele Möglichkeiten zur Individualisierung hat man bei Subaru nicht. Neun Außenlackierungen die zwischen 750–870 Euro kosten und dann gibt es Zubehör, das der Händler montieren kann. That’s it.

Nur ein Motor für den Subaru Forester
Bei den Motoren gibt es keine Auswahl. Es handelt sich beim Subaru Forester (wie beim Subaru Crosstrek und Subaru Impreza) um immer denselben Antrieb: Zweiliter-Boxermotor mit angeflanschtem Mildhybrid (Permanentsynchronmotor mit knapp 17 PS und 66 Newtonmeter direkt am CVT). Ein Lithium-Ionen-Akku befindet sich unter dem Kofferraum und zwei weitere „klassische“ Batterien im Motorraum, die für den Riemenstartergenerator und die Verbraucher zuständig sind.
136 PS schafft der Verbrenner auf dem Prüfstand. Auf der Straße fühlt er sich nach eher weniger an – immerhin müssen gut 1,7 Tonnen in Bewegung gesetzt werden. Der potenziell vorhandene E-Schub fällt vernachlässigbar aus. Das aber stört wohl kaum einen der Kunden. 57 Jahre im Schnitt, da sitzen vermutlich wenige Rallyefahrer am Steuer. Nicht lachen, Subaru war bis 2008 mehrfach Rallye-Weltmeister und hat sich dadurch weltweit eine echte Fangemeinde aufgebaut. Mit den turbo-aufgeladenen Boxermotoren (Forester XT und Impreza WRX) ist es in Europa jedoch vorbei. Der Grund? Klar: Abgasvorschriften.
Subaru Forester mit stufenloser Automaaaaaatik
Zurück zu unserem lethargischen Boxer tief unten im Forester. Durch die Einbaulage soll er den Schwerpunkt des 1,73 Meter hohen SUV niedrig halten. Beim Fahren merkt man davon nichts, der Forester fährt sich fein, das ESP reguliert sauber und alles in allem ist man eher zivilisiert unterwegs. Der Sound des Vierzylinders ist angenehm, rauchig und niemals störend. Stören kann nach wie vor die stufenlose Automatik (CVT) – zumindest für hektische Zeitgenossen. Sieben Fahrstufen lassen sich mittels Schaltpaddle simulieren, bringt aber auch nichts. Der Forester ist für Gleiter gemacht, die auf der Autobahn Tempo 140 bevorzugen. Dann passen die Windgeräusche und der Fahrkomfort. Die Fahrwerksabstimmung ist tendenziell komfortabel. Das hat heute Seltenheitswert, gefällt aber sehr gut und taugt auch gut für grobe Offroadeinlagen, bei denen Gegenstände von bis zu 22 Zentimetern ohne Kratzgeräusche überfahren werden können. Durch den defensiven Fahrstil ist wohl auch für die meisten Fahrer der WLTP-Verbrauch kein realitätsferner Wert. 8,1 Liter gibt Subaru an – das passt.