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Ford: "Wir alle hatten einen schnelleren Hochlauf der Elektrifizierung erwartet"

28.03.2025 09:04 Uhr | Lesezeit: 2 min
Claudia Vogt ist Direktorin Ford Pro für D-A-CH und verantwortlich für das Nutzfahrzeug- und Flottengeschäft von Ford in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Claudia Vogt, Direktorin Ford Pro: "Von der Politik erwarten wir in erster Linie eine [...] klare Positionierung zur Elektro-Mobilität."
© Foto: Ford

Eigentlich sind elektrische Antriebe für Transporter auf der letzten Meile oder im Handwerk eine gute Lösung. Es hakt aber noch an der Umsetzung, findet auch die bei Ford zuständige Direktorin Claudia Vogt.  

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Die Nutzfahrzeugsparte von Ford hat im vergangenen Jahr fast 80.000 Transporter in Deutschland verkauft und könnte 2025 die 100.000er-Marke knacken. Etwa zehn Prozent davon, so die Planung, sollen rein elektrisch fahren, weitere zehn Prozent sollen zumindest einen Plug-in-Antrieb an Bord haben. Darüber und über die politischen Rahmenbedingungen sprachen wir mit Claudia Vogt, Direktorin von Ford Pro.  

Frau Vogt, die Elektroquote bei den Transportern von Ford in Deutschland liegt gerade mal bei rund fünf Prozent. An der Ladeinfrastruktur kann das nicht liegen. Gewerblich genutzte Transporter von Lieferdiensten oder Handwerksbetrieben stehen in der Regel über Nacht auf dem Werksgelände und könnten dort geladen werden. Sofern die Mitarbeiter die Autos nicht mit nach Hause nehmen. Woran liegt es?

"Unserer Elektro-Anteil entspricht in etwa dem der gesamten Nutzfahrzeug-Industrie in Deutschland. Wir alle hatten einen schnelleren Hochlauf der Elektrifizierung erwartet. Offensichtlich gibt es gerade bei Gewerbe-Kunden gewisse Bedenken, auch angetrieben durch die aktuelle politische Diskussion. Bisher hatten wir lediglich den E-Transit als vollelektrisches Modell im Markt.

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In diesem Jahr bieten wir in unserer kompletten Nutzfahrzeugflotte mindestens ein elektrifiziertes Modell, mit Plug-in-Hybrid-Technologie oder vollelektrisch. Und wir haben unsere Angebote gerade im Leasing-Geschäft für Elektro-Modelle noch attraktiver gemacht. Von daher sind wir sehr zuversichtlich, unsere Elektro-Quote deutlich steigern zu können."

Steigen eher große Flottenbetreiber oder mittelständische Handwerksbetriebe auf Elektrofahrzeuge um? Und sehen Sie Unterschiede zwischen reinen Transporterflotten und Unternehmen, die auch Pkw als Firmenwagen im Fuhrpark haben?


Ford Capri Test (2025)

Ford Capri Test (2025) Bildergalerie

"Die Branche, die die Elektrifizierung bisher am meisten vorantreibt, ist vor allem im Last-Mile-Business unterwegs, zum Beispiel Paketzusteller. Unternehmen egal welcher Größe entscheiden sich hauptsächlich aus zwei Gründen für oder gegen Elektrifizierung: Zum einen ist das Fahrprofil der Fahrzeuge entscheidend und die Gesamtkostenrechnung.

Genau hier setzt unser Konzept an, indem wir die Kunden gesamtheitlich bei der Elektrifizierung ihrer Flotte beraten und unterstützen. Zum Beispiel zeigt unser „E-Switch Assist“ auf Basis von Echtzeitdaten aus den Fahrzeugen, bei welchem ein Umstieg auf ein Elektro-Modell sinnvoll ist. Zudem helfen wir unseren Gewerbe-Kunden ihre Ladeinfrastruktur aufzubauen."

Letzte Woche wurde ein 500 Milliarden schweres Investitionspaket in die Infrastruktur auf den Weg gebracht. Was würden Sie sich von der nächsten Bundesregierung in Sachen Elektromobilität wünschen?


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Ford Kuga Test (2024) Bildergalerie

"Wir bekennen uns ganz klar zum Ziel, ab 2035 unsere komplette Nutzfahrzeugflotte nur noch vollelektrisch anzubieten. Von der Politik erwarten wir in erster Linie eine ebenso klare Positionierung zur Elektro-Mobilität, also, dass am bereits auf EU-Ebene beschlossenen Verbrenner-Aus festgehalten wird.

Dafür ist es wichtig, dass auch in Deutschland die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zum Beispiel Investitionen in den Ausbau der Ladeinfrastruktur auch im innerstädtischen Bereich."

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KOMMENTARE


Karl Seiler

28.03.2025 - 15:50 Uhr

"Hoffen und Harren macht manchen zum Narren" war schon in meiner Jugend ein geflügeltes Wort. Andererseits sagte aber auch schon mein Vater (als Pfarrer): "Harren und hoffen stößt Gottes Türen offen! Deshsalb, liebe Fordler: Die Hoffnung nie aufgeben!


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