Der US-Autoriese Ford will künftig mehr Geld in die Entwicklung kleinerer Elektroautos statt großer Fahrzeuge investieren. Er gehe davon aus, dass dies auch ein branchenweiter Trend sein werde, sagte Ford-Chef Jim Farley.
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Es habe sich herausgestellt, dass Kunden zwar an Elektrofahrzeugen interessiert seien, viele aber keinen hohen Aufpreis dafür bezahlen wollten. Zugleich bekräftigte der Ford-Chef, dass der Übergang zu Elektroautos aus Sicht des Konzerns unausweichlich sei.
Ford Kuga (2024)
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Ford: Chinesen und Tesla "die ultimative Konkurrenz"
In der Corona-Pandemie hätten die damals rasant steigenden Elektroauto-Verkäufe überzogene Erwartungen an die künftige Nachfrage geschürt, sagte Farley. Die Investitionen sollten nun stärker an das tatsächliche Interesse angepasst werden. Das günstigere Tesla-Modell und die Fahrzeuge chinesischer Hersteller würden in Zukunft "die ultimative Konkurrenz". Tesla will die Produktion seines neuen Fahrzeugs voraussichtlich Ende 2025 beginnen.
Ford Transit Connect (2025)
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Sparen will Ford auch mit dem Verzicht auf Funktionen, die bei Kunden auf wenig Interesse stoßen. Als Beispiel nannte Ford-Manager Kumar Galhotra die Einpark-Automatik, die "sehr, sehr wenige Leute nutzen". Also könne Ford die Funktion entfernen - und pro Fahrzeug 60 Dollar sparen, was auf etwa zehn Millionen Dollar im Jahr hinauslaufe.
Ford Mustang (2024)
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Ford macht mit Nutzfahrzeugen Gewinn
Der operative Verlust der Elektroauto-Sparte stieg im vergangenen Quartal auf 1,57 Milliarden Dollar. Dagegen warf das Nutzfahrzeug-Geschäft einen operativen Gewinn von 1,8 Milliarden Dollar ab. Jenseits davon verdiente Ford mit Verbrennern und Hybrid-Fahrzeugen 813 Millionen Dollar. Hybrid-Antriebe entwickelten sich in den vergangenen Monaten zu einem Bestseller für US-Autokonzerne - auch weil sie günstiger als Batterie-Fahrzeuge sind. Ford betont zugleich, dass auch bei Nutzfahrzeugen mehr Elektro-Modelle gekauft würden.
120 Jahre Ford Motor Company
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Ford verbuchte im vergangenen Quartal einen Verlust von 526 Millionen Dollar (rund 489 Mio Euro). Im Vorjahresquartal war noch ein Gewinn von rund 1,3 Milliarden Dollar verbucht worden. Das Ford-Management betonte aber, dass der wochenlange Streik der US-Gewerkschaft UAW das Unternehmen 1,7 Milliarden Dollar gekostet habe. Der Umsatz wuchs unterdessen im Jahresvergleich von 44 auf 46 Milliarden Dollar.